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iPod angekommen. Post-Logik trotzdem rätselhaft.

Ja, nun ist er natürlich längst da. Kam schon um halb zwölf oder so, was einerseits mein ganzes Gerede von wegen „hoffentlich heute noch!“ und so etwas zur Makulatur werden liess.

Andererseits, ich finde für den Gelegenheitsnutzer das ganze Päckliwesen der Post ziemlich undurchsichtig. Vielleicht war es ja doch knapp. Sicher gibt es im Laufe des Tages eine Sprungstelle zum nächsten Morgen; keine Ahnung, wo die ist, bis wann also Pakete irgendwo eingehen müssen, damit sie noch am selben Tag ausgeliefert werden. Die Website der Post hilft unter dem Stichwort PostPac Priority (als solches wurde es versandt) nicht unbedingt weiter: K55 hätte das Ding laut dieser Liste, auf der 8006 Zürich (Schaffhauserplatz?) nicht drauf ist, bis 12 Uhr abgeben müssen. Das kann wiederum nicht sein, genauso wenig wie 16 Uhr (Deadline für Poststellen auf der Liste), denn ich habe es ja erst um halb fünf bestellt.

Hm, apropos Sendung mit der Maus (s. oben): Es gibt ein Dokument Ein Paket auf Reisen, das eine solche Tonalität hat. Dass das Paket „mit einem postgelben Fiat Ducato zur Paketbasis in St-Légier geliefert wird“ ist in diesem Sinne natürlich hochinteressant, aber so richtig hilft es mir auch nicht beim Verständnis.

Der Tracker der Post sieht das Ding immer noch in Frauenfeld, auch wenn man ja auf so einem PDA-Teil unterschreibt, und ich nehme an, die Daten werden spätestens hochgeladen, wenn der Paketbote Feierabend macht, und das dürfte bald mal der Fall sein.

Update um 17:02:

11.10.2005 11:42 Zugestellt durch 9000 St. Gallen Distributionsbasis

Cool. Meine Hypothese mit dem Feierabend des Pöstlers scheint mal zu stimmen. Aber nach fünf Stunden ist doch auch irgendwie spät, oder nicht? Was, wenn ich aus dem Büro schauen will, ob das Ding schon zuhaus bei der Nachbarin abgegeben wurde, woraufhin ich in der Mittagspause nach Hause fahren würde, um es zu holen?

Fazit:

1. Was die Post einem auf der Website über Pakete erzählt und was dann wirklich rauskommt, ist zumindest für den, der nicht regelmässig Pakete verschickt und sich wahrscheinlich an der Poststelle persönlich Zusatzinfos einholt, nicht transparent.

2. Der Tracker ist nett und sicher viel besser als gar nichts (vor allem für den wichtigen Use Case: „Ist es wirklich unterwegs?“, aber um wirklich in Echtzeit nützlich zu sein, hat die Post zu wenig Touchpoints und aktualisiert die Daten zu selten. Dann kann man in der Tat an meinen Zukunftsmusik-Case noch nicht denken.

PS. Mal sehen, ob ich auch noch mal was zum iPod schreibe. Die Installation von iTunes und danach dem Ding (installieren = einstöpseln) war natürlich die reine Freude, das muss ich schon zugeben, und ich hatte doch auch schon diverse MP3-Player seit dem Diamond Rio 300 mit 32 MB, 1999 oder so.

????Lustig ist wirklich die Grösse. Das Gerät hatte K55 „über den Support Channel von Apple“ bekommen, haben sie gesagt, es war nagelneu, aber nicht in der Originalverpackung. Was dazu führt, dass man wirklich in der Kiste ziemlich suchen muss, bis man es in einer Ritze findet.

iPod

Bildlegende, von oben nach unten:

– Päckchen

– Umverpackung iPod mit Schaumstoff, in deren Weiten sich der iPod nano verlor 🙂

– iPod nano (daneben mein altes Nokia 6510, was etwa die gleiche Grundfläche hat, aber natürlich etwa dreimal dicker ist).

Irgendwie schon cool, ich geb’s ja zu. Jetzt höre ich also gleich den Podcast der deutschen Tagesschau von 17 Uhr, während ich meinen Sohn von der Krippe abhole. Zum Glück kann er noch nicht denken, sein Vater spinnt, für fünf Minuten Fahrt die Kopfhörer aufzusetzen.

Kommentare

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Nick

30.08.2009 - 1:41

Hallo,
ist in DE leider auch so (DHL/Post) – dass Pakete zugestellt sind, steht erst am Abend, meist erst gegen 22 Uhr drin.
Eigentlich wäre es heutzutage technisch kein Problem mehr, die Daten „on-the-fly“, also sofort bei der Zustellung per GPRS/UMTS zum zentralen Server zu übertragen, GPRS gibt es ja mittlerweile selbst auf dem allerletzten Bergbauernhof (und selbst wenn nicht, versucht man es eben alle 5 Minuten automatisch erneut oder erstellt eine Quee, die alle 10 Minuten übertragen wird, spart auch Volumen und ist trotzdem relativ aktuell…)
Bei den Datenübertragungspreisen heute kostet das auch nur noch sehr wenig, für den Endverbraucher kosten in DE aktuell 200 MB Volumen mit anschließender GPRS-Flatrate, kurz: langsame Verbindung (für sowas reichts aber allemal) aber Flatrate, 10 € / Monat – inkl. MwSt (19%!). Wenn man also die Paketnummer und den Namen des Entgegennehmenden plus Uhrzeit überträgt, entspricht das inkl. Header vielleicht 200 byte, d.h., es können mit diesem Tarif monatlich ca. 1 Million Pakete ausgeliefert & der Status sofort live upgedated werden – pro Zusteller.

Lobenswert zu erwähnen ist hier UPS – die haben i.d.R. nach spätestens 30 Minuten den Status online, ich bekomme dann immer eine Email von denen, wenn ein Paket z.B. beim Nachbarn abgegeben wurde (fragt mich jetzt aber nicht, wo die meine Emailadresse herhaben…).