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Post-Hürde vor den Ferien

Leider noch nicht so optimal fällt die Customer Experience beim Online-Angebot aus, wenn man „schnell mal“ die Post für die Ferien zurückhalten lässt .

Ist noch nicht so lange her, da hat Angie eine berechtigte Lobeshymne über die Dienstleistungsorientierung bei der Post in den Filialen angestimmt – super auf Anruf einen Brief aus dem Postsack gefischt zu kriegen und express statt in Basel in Zürich zu erhalten. Find ich auch.

Leider noch nicht so optimal fällt die Customer Experience beim Online-Angebot aus, wenn man „schnell mal“ die Post für die Ferien zurückhalten lässt . Ich will ja eigentlich nur sagen, bitte meine Briefe für ein paar Tage nicht in den Briefkasten, sondern in der Filiale liegen lassen … Das ist aber nicht so einfach.

Vielversprechend: der Anfang

Zwei Klicks später erfahre ich, dass ich dazu eine 3-Schritt Registrierung bei postmail machen muss. Wegen der Sicherheit – soll mir recht sein. Nun würde ich folgendes erwarten, wenn es eine sichere Anmeldung werden soll: ich registriere mich, per E-Mail kommt ein Code -> den geb ich auf der Postmail-Seite ein, dann bin ich drin. Ein Hinweis wäre noch dabei, sofort nach erstem Login das Passwort zu ändern. Okay. Dauer der Meldung: 5 Minuten.

Leider funktionierts nicht so:

Mehrere Tage (!) soll ich jetzt warten, bis ich ausser des ersten Codes per E-Mail, der sofort in meiner Mailbox war, noch einen zweiten Code per Post erhalte. Erst dann kann ich mich mit beiden Passwörtern zusammen einloggen und – voraussichtlich – den Zurückhalteauftrag stellen.

Das mach ich. Falls ich bis dahin nicht schnell bei einer der beiden Poststellen im 200m-Umkreis vorbeigelaufen bin und das ganze vor Ort schon erledigt hab… in 10 Minuten.

PS: Hab diesen Post der Rubrik „Wunschliste“ zugeordnet: liebe Post, bitte bald ändern, dann schreiben wir gern wieder etwas zu exzellenter Experience!

Kommentare

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Thomas

19.07.2007 - 11:25

Ach ja, noch einen Wunsch für den Zeix-Usability-Blog: Ich sehe nie, wer der Autor ist, bis die ersten Kommentare kommentiert werden.

Peter? Jacqueline? Angie?

Thomas

19.07.2007 - 11:23

Postgesetz und -geheimnis – ist halt so eine Sache.

Daher habe ich vollstes Verständnis für die Post. Ist übrigens die selbe User-Experience wie bei Swisscom oder Ricardo – Freischaltung erst nach physischer Verifikation des Adressaten – also mit postalischer Zustellung eines Autorisierungscodes.

Hier geht’s halt einfach darum, das Individuum (einmalig) zu identifizieren, und das geht halt nicht ohne physischen Loop – auf jeden Fall nicht, so lange die digitale Unterschrift nicht massentauglich ist.

Security und Usability beissen sich halt gelegentlich.

dorftrottel

19.07.2007 - 11:14

ein grossteil der menschheit
hat nicht mal eine postadresse
und es ist 2007
nach unserer zeitrechnung
fordern wir nicht etwas zuviel??