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Welt-Usability-Tag Countdown: noch 4 Tage

«Mobile Payment» ist einer der Trends, den wir im Rahmen unserer Zeix-Mobile-Studie untersuchen.

Mobile Zahlungsversuche

Deshalb machte ich mich heute in einem Selbstversuch auf, um in Zürich etwas mit dem Handy zu bezahlen. Aber wohin?

Mit dem Handy bezahlen, das kann man schon seit Jahren. Begegnet ist mir diese Zahlungsmöglichkeit jedoch noch nirgends. Die Recherche zum Thema ergibt, dass in der Schweiz an einigen wenigen Bahnhöfen die Parkgebühren mit dem Handy berappt werden können und gewisse Snack-Automaten von Selecta die Bezahlung mit dem Handy erlauben.

Am Bahnhof Tiefenbrunnen in Zürich werde ich fündig.

 

Zahlungsversuch Nr. 1: Parkgebühren

Auf dem Parkplatz angekommen sehe ich schon von Weitem ein Schild mit der Information «8008#51#Stunden#». Wie ich nun mit dem Handy bezahlen soll, ist mir aber schleierhaft, also konsultiere ich die Benutzungsanweisung neben dem Parkautomaten. Der erste Zwischentitel bringt die Ernüchterung: ich muss mich erst registrieren, und zwar online. Dazu habe ich nun wirklich keine Lust. Zudem scheint mir, dass – einmal registriert – das Eintippen des Codes mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, als das Einwerfen einiger Münzen.

 

Zahlungsversuch Nr. 2: Zwischenverpflegung am Automaten

Ich stehe vor einem Selecta-Automaten, der tatsächlich die Bezahlung mit dem Handy erlaubt und studiere die Bedienungsanleitung. Schon das Swisscom-Logo auf dem Aufkleber lässt mich Ungutes erahnen: die bargeldlose Bezahlung ist nur für Swisscom- oder Migros-Abonnenten möglich (ich bin bei Sunrise). Zudem kostet mich der Einkauf zusätzliche 25 Rappen.

Ich bin etwas enttäuscht über die Hürden, die sich mir in den Weg gestellt haben. Aber ich weiss nun auch, warum ich bisher immer auf herkömmliche Art und Weise bezahlt habe. Die Chance, dass ich total ausgehungert, ohne Kleingeld genau vor diesem einen Selecta-Automaten am Bahnhof Tiefenbrunnen stehe und zudem beim «richtigen» Mobilfunkanbieter bin, ist einfach zu gering.

Die Zeix-Mobile-Studie wird übrigens voraussichtlich Anfang 2009 veröffentlicht.

Kommentare

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Andreas

11.11.2008 - 23:46

Handyparken in Deutschland ist nicht viel besser. Um die Registrierung kommt man auch hier nicht herum.

Handyparken hat auch Vorteile: Man zahlt nur die effektiv genutzte Parkzeit im Dreiminutentakt und muss nie prophylaktisch zu viel einwerfen. Bei Bedarf kann man ohne Nachwerfen bis zur Parkhöchstzeit stehen bleiben. Bis man die monatliche Grundgebühr(!) und den Parkaufschlag von 5 Cents pro Parkvorgang herausgeholt hat, muss man allerdings viel parken. Oder ein paar Tricks anwenden wie Parkzeit konsequent per Handy aus der Ferne 10 Minuten später beginnen und 10 Minuten früher beenden, als man beim Auto ist.