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Newsletter abmelden: Don’t make me work!

Sich von Newslettern abzumelden, gleicht manchmal einem Hindernisparcours par excellence.

In den letzten  Wochen habe ich mich bei über 20 Newslettern abgemeldet, weil ich mich der Flut dringend entledigen wollte. Darunter war gerade einmal einer, bei dem das  «Abmelden» überzeugend war.

Die Absender überbieten sich mit schlechter Qualität.  Sie glauben vermutlich, durch Hürden würden sich die Leser nicht abmelden.

Die nervigsten Varianten:

Kein Verständnis werden User haben, wenn sie sich im Benutzerkonto anmelden und den Newsletter dort abbestellen müssen. Weiss der User das Passwort noch? Falls nein, kann er ein neues anfordern – wenn er denn zu diesem Aufwand bereit ist. Noch schlechter sieht es für ihn aus, wenn er den Benutzernamen nicht mehr weiss, welcher nicht zwingend identisch mit der E-Mailadresse ist. Die meisten Logins bieten keine Möglichkeit, den Benutzernamen anzufragen.

Es muss nicht zwingend mit Desinteresse für das Unternehmen oder der Produkte zu tun haben, wenn ein User einen Newsletter abbestellt. Doch die Newsletter-Absender vergeben sich bei einem umständlichen Abmelde-Prozess die Chance,  einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wollen sie die User für das Abbestellen etwa bestrafen?

Das Ganze benutzerfreundlich zu machen, wäre nämlich einfach:

1. Dieser «Abmelden»-Link im Footer ist gut sichtbar.

2. Danach sollte sogleich die Bestätigung der Abmeldung folgen.

Klar, grafisch und textlich gibt es hier Verbesserunsgpotential (z.B. ein Link zum wieder Anmelden, falls der User aus Versehen den Newsletter abgemeldet hat). Diese einfache Variante führt bei Usern garantiert zu einer guten User Experience und schliesslich zu einem guten Bild des Unternehmens oder des Services.

Fazit: Newsletter-Absender sind sich offenbar nicht bewusst, dass es bei der Konzeption und Umsetzung von Newslettern auch diesen Fall zu berücksichtigen gilt: Der User will den Newsletter nicht mehr. Ist diese Entscheidung gefallen, hat das Unternehmen immer noch die Chance, einen guten und kundenfreundlichen Eindruck zu hinterlassen.

Kommentare

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linda

14.05.2010 - 8:41

Ich finde den Beitrag gut, verstehe die unqualifizierten Kommentare nicht.

Anonymous

05.03.2010 - 16:00

@tobi: da haste wohl recht…

Franzi

04.03.2010 - 10:23

@floohh: Schon gemerkt, dass Zeix in ZÜRICH, also der Schweiz sitzt? Dort schreibt man NIE ein ß! Erst lesen, dann denken, dann doof kommentieren…

Tobi

04.03.2010 - 9:14

Ich bin ein bisschen verwirrt von diesen Kommentaren hier – schon mal geguckt, wo ihr hier gelandet seid?
Usability-Weblog der Zeix AG
Da denkt man über so etwas nach.
Und es soll tatsächlich Newsletter geben, die einen Mehrwert haben und die man aus irgendwelchen Gründen trotzdem nicht mehr lesen will und sich dann schnell und unkompliziert davon abmelden möchte.

upuout

03.03.2010 - 21:49

Da das abmelden in den meißten Fällen eh nicht funktion iert benutzt man einfach die Filterfunktion im Emailprogramm das ist um einiges einfacher als Passwörter zu suchen und sich über zig Seiten zum Abmeldelink durchzuklicken. Noch besser ist natürlich von Vorneherein gar kein dämlichen Newsletter zu bestellen. Stellt die Seite keinen Feed zur verfügung über den man sich auf dem laufenden halten kann ist sie es schlicht und einfach nicht wert.

Hängog

03.03.2010 - 17:40

Es gibt immer solche und solche. Am liebsten sind mir natürlich auch die Newsletter, die per Link, der sich am Ende findet, abgemeldet werden. Es sollte dann noch eine Bestätigung kommen, in der man auch die Möglichkeit hat, dies rückgängig zu machen bzw. wo man die Löschung erstmal für wirksam erklären muß. Natürlich auch per Link.

Durchaus erträglich sind auch die, die eine Mail verlangen. Meist findet sich auch dafür ein Link, der das Mailprogramm mit entsprechendem Betreff füttert, damit man eigentlich nur noch „Senden“ klicken muß. Meinetwegen muß man auch noch „Abmelden“ oder sowas als Text in die Mail schreiben.

Zugegeben, sich erst im Profil auf der entsprechenden Seite anzumelden, um abzubestellen, ist nicht sehr komfortabel. Um mir das Suchen nach Passwörtern zu erleichtern, habe ich für solche immer die gleiche ID und das gleiche Passwort. Igendwelche sensitive Daten, die es wert wären, geschützt zu werden, gebe ich dort ohnehin nicht an…selbst die Email ist eine extra für solche Zwecke eingerichtete.

Nervig wird es schon, wenn man eine selbstformulierte Mail schreiben soll. Ein Newsletter sollte ebenso leicht abzubestellen sein, wie re anzumelden ist. Und ich habe noch keinen Newsletter mit einer „Guten Tag, ich hätte gerne ihren Newsletter“-Mail bestellt.

Am untersten Ende finden sich dann die Anbieter, die alles tun, um die Abmeldung zu verhindern: Links zum Abmelden führen ins Nichts oder sind gar nicht vorhanden. Sollte sich irgendwo eine Email finden, reagiert man nicht auf Mails. Im schlimmsten Fall wird die Abmeldung als Lebenszeichen angesehen und die eigene Email ist soeben wieder etwas mehr wert auf dem Spam-Markt.

Ich bin daher auch dazu übergegangen, mir jeglichen Extraaufwand zu sparen. Kein schnelles Abmelden per Klick möglich, dann eben schnelles Blocken per Klick. Die Anbieter freuen sich, daß man mich als Empfänger führen kann und ich merke davon nichts mehr. Win-Win.

gOg

Tobias

03.03.2010 - 17:31

Hallo,
das traurige hier ist, zu sehen, wieviele Menschen sich anscheinend schon daran gewöhnt haben vera***** zu werden. Mit jedem schlechten Newsletter etc. verändert sich die Schwelle, was als menschlich gilt. Letztendlich entwickelt sich der Mensch so, wie er von anderen behandelt wird.

Mario

03.03.2010 - 17:10

Wir dürfen nicht von uns auf andere schliessen.
Und wenn wir Newsletter an 10’000 Empfänger schicken, ist die Chance relativ gross, viele Leute zu verärgern. Warum also nicht einfach den eigenen Newsletter mit relativ wenig Aufwand kundengerechter gestalten?

Wir haben jetzt einige negative Beispiele gesehen. Wie stark negativ dies unseren 10’000 Kunden tatsächlich auffällt können wir nicht wissen. Aber weshalb drauf ankommen lassen?

docmed

03.03.2010 - 16:57

Wer sich für 20 Newsletter anmeldet, hat es -ehrlich gesagt- auch nicht besser verdient.

Jeanine Troehler

03.03.2010 - 14:10

@ manuel, yeay, Klaus und AD:
Beim Abmelden von so vielen unerwünschten Newslettern in kurzer Zeit, ist der Nervfaktor einfach erhöht.

Ron

03.03.2010 - 13:35

Die erste beschriebene Abmeldung ist domeus.
Da habe ich mich auch vor einigen Tagen abmelden wollen, habe mich durchgewühlt und Newsletter abgemeldet.

Dann aber kommt weiterhin der Spam direkt von domeus….

Bernd

03.03.2010 - 12:43

Die kleine Schrift kann man durch entsprechende Browser-Funktionen skalieren. Das Problem ist allerdings, dass die meisten Nutzer keine Ahnung haben, was ihr Browser kann.

Oliver

03.03.2010 - 12:27

zu 5)
Weil Bildblog so langsam die Meldungen ausgehen. Deswegen ist es ja auch kein Bildblog mehr, sondern ein Bildblog für alle. Und genau aus diesem Grund werden auch ständig völlig nichtssagende Artikel geschrieben, bzw. wie in diesem Fall verlinkt.

Früher war alles besser 🙂

Grüße

AD

03.03.2010 - 12:19

Äh…

eigentlich wollte ich hierzu was schreiben, aber nachdem die Autorin schon _einen_ (1) Satz als „zuviel Text“ bezeichnet…

Oops, schon wieder zuviel Text. Ja, daran hänge ich mich auf, wenn jemand, der seit Jahren einen Blog betreibt, schon einen Satz zu lesen für zuviel hält.

AD

Bruno

03.03.2010 - 11:54

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man sich durch diesen ‚Abmeldeprozess‘ gearbeitet hat, bekommt man mindestens einen anderen neuen ‚Newsletter‘ vom gleichen Anbieter. Bei dieser Form des Spams, ist eine gepflegte Blacklist die beste Lösung.

floohh

03.03.2010 - 11:06

http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_wei%C3%9F,_dass_ich_nichts_wei%C3%9F!

Man achte auf das ‚ß’…

Tobias

03.03.2010 - 11:03

Dafür kann man sich aber leicht „im Schlaf“ anmelden.
Man muß nur einmal ein gesetztes Häkchen übersehen.

Danke für diesen Beitrag: Wehret den Anfängen! Dazuz habe ich folgenden Vorschlag. All diese Webmaster bzw. ihre Auftraggeber sollten ihre derart verschickten Newsletter persönlich wieder bei den usern abholen.

Anonymous

03.03.2010 - 10:31

warum BILDBlog das hier verlinkt ist mir nicht klar… Vitamin B?

Klaus

03.03.2010 - 10:28

Achjottchen, welch Riesen-Problemchen.

yeay

03.03.2010 - 10:22

Frauen und Technik *rolleyes*
was soll das denn bitte für ein aufwand sein mal eben eine antwort mail zu schreiben.
viel nervtötender sind doch jene newsletter, welche man gar nicht angefordert hat und welche sich als solche auch nicht abmelden lassen ->spamfilter.
die ihrigen newsletter, mit ausnahme der nicht lesbaren, sind mehr als tollerabel….

freiwild

03.03.2010 - 9:54

Ich hab mir als Regel gesetzt: wenn ein Newsletter nicht per einfachem Link abzumelden ist, melde ich mich eben nicht ab. Dann kommt der Absender stattdessen auf die Blacklist.

manuel

03.03.2010 - 9:02

„Welcher der zwei «hier»-Links ist es? Der User ist gezwungen, den ganzen Absatz zu lesen.“

Da müsste er ja ganze 4(!) lesen (können). Wirklich unzumutbar…
Und außerdem weiß man schon nach dem ersten Satz Bescheid.

wo kann ich

02.03.2010 - 15:01

„Doch die Newsletter-Absender vergeben sich bei einem umständlichen Abmelde-Prozess die Chance,  einen guten Eindruck zu hinterlassen“ – was meinst du damit?