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IA Summit 2011 – Neues von der US-Ausgabe

Die US-Ausgabe des IA-Summit gilt als DER Summit zum Thema. Dieses Jahr dominierten Vorträge zur pervasiven Informationsarchitektur sowie zur Content Strategy.

Vor kurzem fand in den USA der (DER) IA Summit 2011 statt. (Anm. der Autorin: Die Amis halten es wie bei den URLs nicht für nötig, eine genauere geografische Bezeichnung anzugeben, wie es etwa die deutsche IA Konferenz immerhin im Untertitel tut – vermutlich, weil der Horizont der meisten spätestens beim Erreichen einer der beiden Küsten aufhört.)

Im Programm dominierte das Thema «ubiquitäre» bzw. «pervasive» Informationsarchitektur (beides heisst soviel wie allgegenwärtig). Bei der allgegenwärtigen Informationsarchitektur geht es darum, wie die User über verschiedene Kanäle und über unterschiedliche Geräte Informationen einholen und sie mit der realen Welt, sprich dem physischen Raum, verknüpfen. Zudem interagieren sie selbst mit ihrer Umgebung und speisen eigene Informationen via die verschiedenen Kanäle in die Informationsangebote ein. Hört sich etwas kompliziert an, obwohl es mittlerweile unser tägliches Brot ist. Siehe dazu Peter Morville, Ubiquitous IA, Samantha Starmer, Designing Cross-Channel Experiences, Justin Davis, Toilet Paper and Information Sharing: Designing Compelling Information Ecosystems oder Andrea Resminis Buch Pervasive Information Architecture. Designing Cross-Channel User Experiences.

Ein weiteres Thema, das mehrfach abgedeckt wurde, ist die «Content Strategy». Zu Recht erhält es derzeit viel Aufmerksamkeit, denn bei all den Reizen der technologischen Entwicklungen sind es die Inhalte, für die sich die User primär interessieren. Teilweise ist es aber auch nur ein neuer Name für das, was viele von uns schon lange tun, nämlich Informationsarchitekturen bauen, die den Inhalten Rechnung tragen, oder wie Karen McGrane formuliert, We Are All Content Strategists Now.

Das absolute Lieblingswort der Konferenz war schliesslich «beyond»: Beyond Digital (2x), Beyond User Research, Beyond the Polar Bear und dann auch noch «IA Summit 2012 and Beyond». Haben wir uns denn schon selbst überlebt? Der Abschlussvortrag The fall and rise of user experience von Cennydd Bowles sieht es, wie der Titel verrät, zum Glück nicht so. Er plädiert dafür, dass die Informationsarchitektur- und User Experience-Profis  einen Blickwinkel jenseits des Betriebswirtschafts-Mainstream einnehmen und kritische, auch unangenehme Fragen stellen. Die Ergebnisse unserer Arbeit sollen nicht daran gemessen werden, ob sie gängigen Vorstellungen davon entsprechen, «wie man es macht», sondern daran, ob sie eine Bedeutung haben.

Wer mehr erfahren möchte, nutzt am besten die Liste aller verfügbaren/auffindbaren Konferenzbeiträge.

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