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title: 'Fakten fürs Marketing: Was die Forschung zu KI-Suchergebnissen hergibt'
date: '2026-07-01T10:17:00+02:00'
updated: '2026-07-07T11:56:14+02:00'
author: 'Esther Brunner'
canonical: 'https://zeix.com/magazin/fakten-fuers-marketing-was-die-forschung-zu-ki-suchergebnissen-hergibt'
section: 'magazineEntry'
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![Nebeliger Waldweg mit Sonnenlicht zwischen den Bäumen.](https://zeix.com/files/magazin/GEO-zwischen-Evidenz-und-Marketing/magnific__talk__52323.webp)

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    [Esther Brunner](https://zeix.com/team/esther-brunner)

01. Juli 2026 

GEO – Generative Engine Optimization – ist über Nacht zur eigenen Disziplin geworden. Die Versprechen erinnern an die Anfangszeit der Suchmaschinenoptimierung: mehr Sichtbarkeit, mehr Reichweite, mehr Zitate durch KI-Systeme. Wer die Forschung liest, findet jedoch deutlich weniger Gewissheiten, als viele Anbieter vermuten lassen. Wir haben die wichtigsten Studien und Quellen geprüft.


# Vier verbreitete GEO-Massnahmen im Faktencheck


## llms.txt

Die Idee: Eine eigene Datei serviert KI-Systemen die wichtigsten Inhalte in aufbereiteter Form.

![Screenshot einer Markdown-Datei mit einer Übersicht zur Zeix AG. Zu sehen sind eine Kurzbeschreibung der Agentur sowie eine strukturierte Linkliste zu Leistungen, Projekten, Agentur, Magazin und Kontakt.](https://zeix.com/files/magazin/GEO-zwischen-Evidenz-und-Marketing/Screenshot-2026-06-26-at-08-36-30.webp)Beispiel einer llms.txt-Datei von unserer Website. Sie stellt KI-Systemen die wichtigsten Inhalte in strukturierter Form bereit und soll ihnen die Orientierung auf der Website erleichtern. 

Die Realität: Googles John Mueller verglich das Verfahren mit dem längst bedeutungslosen Keywords-Meta-Tag. Aktuell ruft laut Google kein relevantes KI-System die Datei ab – das lässt sich in Server-Logs nachvollziehen. Auch die offizielle Position von Google ist klar: Für AI Overviews zählt normales SEO, llms.txt wird nicht unterstützt.

Hinzu kommt ein grundsätzliches Problem: Die Datei zeigt der KI potenziell etwas anderes als menschlichen Besucher:innen. Genau an diesem Muster scheiterte bereits das Keywords-Meta-Tag.

Als Zukunftswette für Browser-Agenten, die Websites selbstständig bedienen, könnte llms.txt interessant werden. Für die Frage, ob eine KI Sie heute zitiert, gibt es jedoch keinen belegten Nutzen.

> llms.txt ist derzeit eine interessante Idee, aber kein belegter Hebel für mehr Sichtbarkeit in KI-Systemen.


## Generisches Schema.org

Strukturierte Daten gelten oft als GEO-Pflicht. Die Evidenz dafür ist jedoch dünn.

In einem vielzitierten Test (Fischman, 2026) wurde ein Sprachmodell mit absichtlich ungültigem Schema-Markup gefüttert. Das Modell extrahierte die Informationen trotzdem. Der Grund: Es liest den Block als Text und prüft die Struktur nicht.

Das macht Schema.org nicht wertlos. Strukturierte Daten helfen Suchsystemen weiterhin dabei, Inhalte zu finden und einzuordnen. Genau dafür wurden sie entwickelt.

Als Hebel für mehr KI-Zitate sind sie jedoch nicht belegt. Eine breit angelegte Untersuchung aus dem Jahr 2026 mit über 1'000 Seiten fand keinen Vorteil für generisches Schema. Teilweise wurden solche Seiten sogar seltener zitiert als Seiten ohne Schema. Eine messbare Wirkung zeigte nur sehr detailliertes Schema mit konkreten Angaben wie Preisen oder Bewertungen – und vor allem bei Seiten mit geringer Autorität.

> Schema.org bleibt wichtig für Suchmaschinen, aber sein Nutzen für mehr KI-Zitierungen ist bislang nicht belegt.


## Crawler nicht aussperren

Viele Websites sind für KI-Crawler unbeabsichtigt unsichtbar. Ursachen sind häufig:

- Schutzregeln auf dem CDN
- technische Sperren
- JavaScript, das Crawler nicht ausführen kann

Diese Probleme zu beheben ist sinnvoll und oft überfällig. Man gewinnt dadurch jedoch keine bessere Platzierung, sondern lediglich Sichtbarkeit.

> Wer KI-Crawler zugänglich macht, schafft Sichtbarkeit. Eine bessere Platzierung entsteht dadurch allein aber noch nicht.


## «Accessibility ist GEO»

Dieser Satz ist derzeit allgegenwärtig. Im Unterschied zu den ersten drei Punkten steckt hier tatsächlich ein wahrer Kern – er wird nur oft überdehnt.

In unserem Artikel [Barrierefreiheit & GEO: Wie Barrierefreiheit Ihre KI-Sichtbarkeit verbessert](https://zeix.com/magazin/barrierefreiheit-geo-wie-barrierefreiheit-ihre-ki-sichtbarkeit-verbessert) haben wir alle 78 WCAG-Kriterien analysiert. Nur sechs davon helfen auch KI-Crawlern direkt, weil ihre Bedeutung im HTML sichtbar ist.

Barrierefreiheit ist deshalb kein GEO-Programm. Sie hat ihre eigene, gewichtige Begründung. Wer sie primär als KI-Strategie verkauft, macht aus wenigen Überschneidungen eine ganze Disziplin.

> Barrierefreiheit und GEO überschneiden sich punktuell, sind aber keine deckungsgleichen Disziplinen.


# Was die Forschung zu GEO tatsächlich sagt

Woher stammt das Wissen, auf das sich die GEO-Branche beruft?

Erstaunlich oft aus einer einzigen Quelle: der begutachteten Studie von Aggarwal und Kolleg:innen, die 2024 an der KDD veröffentlicht wurde, einer der angesehensten Konferenzen im Bereich Data Mining. Die Studie zeigte, dass Texte mit Statistiken, Zitaten und Belegen häufiger in generativen Antworten auftauchen.

Das ist der solide wissenschaftliche Kern vieler GEO-Empfehlungen.

Allerdings untersuchte die Studie eine kontrollierte Laborumgebung mit fest vorgegebenen Dokumenten. Reale Suchsysteme funktionieren anders: Dokumente müssen zunächst gefunden und eingeordnet werden.

Ein Forschungsteam der Yonsei-Universität in Seoul simulierte 2026 genau diese Bedingungen mit Suche, Ranking und echter Seitenstruktur (SAGEO Arena, Preprint). Das Ergebnis: Viele etablierte GEO-Strategien erwiesen sich unter realistischen Bedingungen als wenig praktikabel oder sogar kontraproduktiv.

Entscheidend war nicht die textliche Optimierung, sondern ob das Suchsystem ein Dokument überhaupt findet und weit oben einordnet.


# Warum sich GEO nur schwer messen lässt

Selbst wenn eine GEO-Massnahme wirken würde, wäre ihr Effekt schwer nachweisbar.

KI-Systeme arbeiten probabilistisch. Dieselbe Frage führt nicht zwingend zur selben Antwort. Selbst bei abgeschalteter Zufälligkeit schwanken die Ergebnisse messbar.

Hinzu kommt: Es gibt weder ein Gegenstück zur Google Search Console noch gemeinsame Messstandards. Die Kennzahlen der verschiedenen GEO-Werkzeuge sind proprietär und nicht vergleichbar.

Ein weiteres Problem: Sprachmodelle geben GEO-Ratschläge wieder, die sie selbst aus ihren Trainingsdaten kennen. Dadurch entsteht ein Kreislauf, in dem Behauptungen glaubwürdig wirken, weil sie ständig wiederholt werden.

Unser Fazit: Beobachten Sie die Qualität Ihrer Inhalte und Ihrer Prozesse. Verlassen Sie sich nicht auf die Scheingenauigkeit von GEO-Dashboards.


# Warum Reputation wichtiger sein könnte als Website-Optimierung

Vielleicht liegt der stärkste Hebel gar nicht auf Ihrer Website. Dieselbe Untersuchung identifizierte als wichtigsten Faktor für KI-Zitierungen die organische Google-Position – nicht Schema-Markup oder textliche Feinoptimierung. Dazu kommt unsere Beobachtung, dass KI-Systeme überproportional häufig aus Wikipedia und Bewertungsplattformen zitieren und seltener direkt aus Unternehmensseiten.

Den Wikipedia-Befund belegen wir nicht im strengen wissenschaftlichen Sinn. Er deckt sich jedoch mit unseren Beobachtungen: Wikipedia scheint ein starkes Signal zu sein – allerdings vor allem für Organisationen und Personen, die bereits bekannt sind.

Nimmt man beides zusammen, wirkt GEO eher wie eine Disziplin der PR- und Reputationsarbeit als des Website-Tunings. Das ist eine unbequeme Botschaft für alle, die auf ein neues Werkzeug gehofft haben.

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> Viele Webverantwortliche fragen uns, wie sie die GEO-Sichtbarkeit ihrer Website verbessern können. Unser Tipp: Partnerschaften, kuratierte Links oder die gute alte Empfehlung online schaffen Vertrauen und Reichweite bei Menschen und KI.

Ina Hedwiger, Marketing Expert bei Zeix » 


# Was Sie jetzt zur GEO-Optimierung unternehmen können

1. **Investieren Sie in gute Inhalte.**  
    Faktenbasierte, gut belegte Inhalte sind der eine GEO-Tipp mit akademischer Rückendeckung. Gleichzeitig stärken sie alle anderen Kanäle.
2. **Denken Sie über Ihre eigene Website hinaus.**  
    Fachmedien, Plattformen und Reputation könnten wichtiger sein als die nächste technische Optimierung.
3. **Bleiben Sie kritisch bei Messwerten.**  
    Viele SEO-Tools haben inzwischen ein KI-Widget. Erwarten Sie davon nicht zu viel: Die Wirkung von GEO lässt sich derzeit nicht präzise messen. Seien Sie skeptisch, wenn jemand das Gegenteil behauptet.
4. **Fragen Sie Tool-Anbieter nach Belegen.**  
    Lassen Sie sich die Primärquelle für ein Wirkungsversprechen zeigen. Gibt es eine begutachtete Studie oder eine Untersuchung mit offengelegter Methodik? Oder nur ein Dashboard und ein überzeugendes Verkaufsgespräch.


# Quellen

[Fischman, Kurt, Does Schema Markup Predict AI Citation? A Cross-Platform Empirical Study of Structured Data and Generative Engine Optimization (February 20, 2026). Zenodo Preprint, February 2026, Available at SSRN.](https://ssrn.com/abstract=6284518)

[Pranjal Aggarwal, Vishvak Murahari, Tanmay Rajpurohit, Ashwin Kalyan, Karthik Narasimhan, and Ameet Deshpande. 2024. GEO: Generative Engine Optimization. In Proceedings of the 30th ACM SIGKDD Conference on Knowledge Discovery and Data Mining (KDD '24). Association for Computing Machinery, New York, NY, USA, 5–16.](https://doi.org/10.1145/3637528.3671900)

[SAGEO Arena: A Realistic Environment for Evaluating Search-Augmented Generative Engine Optimization (Preprint, noch nicht begutachtet)](https://doi.org/10.48550/arXiv.2602.12187)


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# Fragen und Antworten 


## Welche GEO-Massnahmen sind wissenschaftlich belegt? 

Aktuell sind für **GEO (Generative Engine Optimization)** vor allem fundierte, faktenbasierte Inhalte sowie eine **hohe organische Reputation** wissenschaftlich belegt. Technische Massnahmen wie llms.txt oder generisches Schema.org zeigen in Studien bislang keinen messbaren Ranking-Vorteil für KI-Systeme.


## Was ist derzeit der wichtigste Hebel für mehr Sichtbarkeit in KI-Systemen? 

Der wichtigste Hebel für **mehr Sichtbarkeit in KI-Systemen** ist nach heutigem Forschungsstand **nicht eine einzelne GEO-Massnahme**, sondern eine **gut auffindbare Website**, **hochwertige Inhalte** und eine **starke Reputation** in vertrauenswürdigen Quellen.


## Sollte ich heute bereits in GEO investieren? 

**Ja, Sie sollten heute in GEO investieren** – aber mit Augenmass. Priorisieren Sie **hochwertige Inhalte**, eine **technisch saubere Website** und eine **starke Reputation**. Seien Sie bei einzelnen GEO-Taktiken vorsichtig, solange ihre Wirkung **wissenschaftlich nicht belastbar belegt** ist.

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