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Activity Tracker im Test, Teil 2: Alltagstauglich ja, aber wirksam?

Nach den Hürden bei der Inbetriebnahme und dem Verstehen der Funktionen (siehe Teil 1: Schwer ist aller Anfang) stellten sich alle Geräte als erstaunlich alltagstauglich heraus.

Einfache Handhabung

Alle Testpersonen benutzen die Geräte täglich ohne Probleme und fühlten sich im Alltag nicht eingeschränkt. Fast alle Testpersonen benutzen sie auch nach Ablauf der zweiwöchigen Testphase freiwillig weiter.

Verhaltensänderung ja oder nein?

Die meisten Testpersonen gaben im Interview danach an, dass sie den Tracker überall tragen, weil sie es sehr interessant finden zu sehen, wie viel sie laufen oder schlafen. Allerdings hätten sie dadurch ihr Verhalten nicht geändert. Wir vermuten, dass der Effekt eines Activity Trackers eher unbewusst eintritt. Bei genauem Nachfragen stellte sich nämlich heraus, dass es doch Verhaltensänderungen gab: Die Testpersonen liefen eine Tramstation weiter, nutzten den Lift weniger oder sind aufgestanden, wenn der Activity Tracker einen «Inaktivitätsalarm» ausgelöst hat. Selbst wenn sich die tägliche Schrittzahl nach 5 Monaten deutlich erhöht hatte, schrieben die Testpersonen den Erfolg nicht dem Tracker zu, sondern eher ihrer neuen Einstellung. Denn wenn sie beispielsweise ihre Schrittzahl «aufgerundet» haben, war es aus Eigeninitiative und nicht, weil der Tracker sie dazu aufgefordert hat. So waren die Tracker gerade dann erfolgreich, wenn sie die User nicht gedrängt haben.

Hält die Verhaltensänderung auch an? Mehr darüber im Artikel: Activity Tracker im Test, Teil 3: Nicht für die Ewigkeit.

Über die Studie

Activity Tracker liefern Feedback zur körperlichen Aktivität. Dies soll dazu führen, dass die Benutzer ihr Verhalten anpassen, um einen Zielwert zu erreichen. 10 Personen erhielten von uns gratis je ein Testgerät von 3 Herstellern. Über 5 Monate beobachteten wir ihre Erfolge.

Der Studienbericht ist jetzt kostenlos erhältlich. (PDF, 25 Seiten) Bestellen.

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